Den Aufbau der Haare verstehen

Die Regulierung des Haarwachstums erfolgt durch männliche Sexualhormone, die Androgene. Der normale Haarwachstumszyklus ermöglicht eine konstante Haardichte von ca. 100.000 bis 150.000 Kopfhaaren. Wie oft ein neues Haar nachwächst, ist in der Regel erblich bedingt und individuell unterschiedlich, wobei die Lebensdauer eines Haares im Wesentlichen von der Dauer der Wachstumsphase und der Nährstoffversorgung beeinflusst wird.

Unregelmäßiger oder deutlich erhöhter Haarausfall kann ein erstes Anzeichen einer beginnenden Alopezie (verstärkter Haarausfall) sein und ist meistens mit einem gestörten Haarzyklus verbunden. Die Wachstumsphase des Haares ist verkürzt und es erfolgt ein schneller Wechsel in den Ruhezustand. Der Haarzyklus ist überdreht. Man geht heute davon aus, dass sich der Haarfollikel in dieser „Stress – Situation“ regelrecht erschöpft. Die nachwachsenden Haare bleiben kürzer in der Wachstumsphase, werden dünner und fallen früher aus. Der Haarfollikel wird immer kleiner und schließlich wachsen keine Haare mehr nach.

Ein gestörter Haarzyklus ist häufig auch mit einer verstärkten Talgbildung (Seborrhoe) verbunden. Auch Schuppung und Entzündungen können auftreten.

Weniger Haare = mehr empfindliche Haarwurzeln

Die Haarwurzeln sind der eigentliche Motor des Haarwachstums. Und genau sie sind es, die bei einem anlagebedingten Haarausfall in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Grund: Sie reagieren zu empfindlich auf einen bestimmten Vertreter des männlichen Geschlechtshormons – und dieses Hormon haben Männer (etwas mehr) und Frauen (etwas weniger) – ganz normal im Blut.

Als Folge bilden sich im Laufe der Zeit unter anderem die für das Haar lebensnotwendigen, hauchdünnen Blutgefäße um die Wurzel zurück. Das Haarfollikel wird zunehmend mangelversorgt und verhungert nach mehreren Haarzyklen regelrecht. Die Wachstumsphase wird immer kürzer, hört schließlich ganz auf. Die Haare fallen aus.

Die Mediziner nennen das „androgenetische Alopezie“ bei Männern wie Frauen.

Aufbau der Haare

Das Haar besteht aus dem sichtbaren Teil, dem Haarschaft und der in die Haut eingebetteten Haarwurzel. Jedes Haar besitzt eigene Blutgefäße, die es über die so genannte Haarpapille mit Nährstoffen versorgen.

Eine permanente ausreichende Nährstoffversorgung ist für den gesunden Haarwuchs besonders wichtig. Sie kann bereits durch äußere Einwirkungen oder bei zunehmendem Alter deutlich schwanken und allein dadurch den Haarausfall begünstigen.

Der Haarzyklus

Haarausfall gehört zum natürlichen Regenerationsprozess des menschlichen Haarwuchses. Ein Haarverlust von täglich bis zu 80 Haaren gilt als normal. Kein Haar hält für ein ganzes Leben; das gesunde Haar durchläuft vielmehr bestimmte Wachstumszyklen unterschiedlicher Dauer.

Anagenphase / Wachstumsphase

  • Dauer 3 – 6 Jahre

  • Durchschnittliches Wachstum pro Monat. ca. 1cm

  • Ca. 80% der Kopfhaare

Katagenphase / Übergangsphase

  • Dauer 2-4 Wochen

  • Unter 1% der Kopfhaare

Telogenphase / Ruhephase

  • Dauer 2-4 Monate

  • Ca. 20% der Kopfhaare

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